Herr Brauchl bügelt Fisch (Terra Madre 1)

Peter Brauchl hat sich als „Erfinder“ des Alpenlachses ins Geschichtsbuch heimischer Top-Produkte eingeschrieben. Die Marke ist inzwischen verkauft (Soravia), aber der leidenschaftliche Fischzüchter - „das wollte ich auch immer bleiben“ - hat ein neues Projekt gefunden: die Bergforelle. Die urwüchsigen Forellen, auch als Steinforelle bekannt, die in kalten, klaren Gebirgsbächen ihr fröhliches Leben genießen und, da viel zu klein für sinnvolle gastronomische Ausbeute, dies auch ungehindert tun könnten, hatten es dem unermüdlich Suchenden in Sachen heimischer Speisefischkultur angetan. In jahrelanger Arbeit, die vor allem aus immerwährendem Selektionieren bestand, ist es nun so weit: die Bergforelle ist geboren, ein wunderschönes Tier, dem kalte Gewässer zartes, wohlschmeckendes und in seinen Fettsäuren besonders wertvolles Fleisch schenken; ein Fisch, der zudem seine Markttauglichkeit auch in einer „filetfähigen“ Größe beweist.

Die Terra Madre ist der Erstauftritt dieser Bergforelle, eigene Rezepturen, etwa das Beizen mit Gin oder ein Tartare nach einem Rezept von Alice Waters (Vizepräsidentin von Slow Food international) können am Brauchl-Stand (gleich neben der Wiener Schnecke) verkostet werden. Nicht entgehen lassen aber sollte man sich die Geschmacksschulung am Freitag 14.10. um 15 Uhr: da nämlich wird Peter Brauchl seine Bergforelle bügeln! Ein Rezept, das in Zusammenarbeit mit Landwirtschaftsschulen auf der Suche nach schrägen Ideen der Zubereitung zustande kam: Folie mit feinstem Öl ausstreichen, mit Fischfilets belegen, würzen, Folie zusammenklappen - eine halbe Minute auf der einen, eine halbe Minute auf der anderen Seite bügeln, fertig.

Die Bergforelle ist in Wien am Karmelitermarkt bei Isabel Kaas erhältlich.

Schule des Geschmacks mit Peter Brauchl und Hans Czerny, Moderation Luzia Schrampf: 
Roter Veltliner und die Wiederbelebung der österreichischen Speisefischkultur.
Freitag 14.10.2011 15 Uhr  Wiener Rathaus, Klassenzimmer 2
Es gibt noch freie Plätze!