Wein-Adventkalender ::17:: Grainhübel #winewichteln

17.12.2014

Der heutige Eintrag steht in Zusammenhang mit der wunderbaren Adventidee des #winewichteln. Bei mir langte eine Flasche Von Winning Grainhübel 2011 ein. Die ich natürlich nicht sofort öffne. Dafür gibt es die Wiederholung des (in den Server-Untiefen verschollenen) Beitrages im letztjährigen Adventkalender – zum Jahrgang 2012.

Ein Nachmittag in Deidesheim, der in die Blaue Stunde gleitet. Reden, kosten, essen. Ein paar Fassproben 2013 als Draufgabe. „Ich liebe die Reduktion“ sagt Stephan Attmann, „sie ist mystisch, aphrodisierend, das sind Moleküle für langes Leben!“ Er gilt als Mr. Riesling aus dem Holz. Hat angeblich den Rieslingstil umgekrempelt. Aber es sind doch nur Tonneaus, halbe Fuder, Halbstücke, also eher größere Größen, die auch immer gebrauchter werden. Die dem Sauvignon gut stehen, und, ja, dem Riesling.

Eine Lage, die ich sehr mag, ist Grainhübel, gleich hinterm Haus. Wenn man vom hauseigenen Restaurant „Leopold“ über die Treppe zur Toilette hinaufgeht, blickt man gänzlich unvorbereitet auf die Reben, die an einem Tag wie diesem schon im roten Abendlicht schimmern. Einen guten Riesling im Glas zu haben ist, als ginge eine Türe auf und ich blicke ins Weite. So jedenfalls ging es mir damals mit dem Grainhübel 2012. Zu 2/3 im Holz vergoren, in halben Fudern, ein guter Stahltank ist auch dabei. Mit 3,5 g RZ nicht ganz so trocken wie andere, aber das tut seiner Noblesse keinen Abbruch. Für €17,50 gibt es ganz schön viel Dimension, unter ruhiger Oberfläche wird mineralische Lebendigkeit wirksam. 2013 wird übrigens ein wunderbarer Jahrgang sein. Nicht nur für den Grainhübel. Und auf den 2011 bin ich schon sehr neugierig!

Als Gericht zu diesem Wein würde ich das Kalbskopf-Löjrom-Kraut von Paul Cunningham versuchen. Könnt sich ausgehen. Hab ich im Juli 2013 bei ihm bekommen.

 

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