eatdrink by Klaus Kamolz

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Es gibt Kochbücher. Themenfixierte, selbstdarstellungsverliebte, monumentale, nützliche - die Kochbuchwelt ist groß und weit und keineswegs nur voller Sonnenschein. Es gibt aber auch Bücher, die heißen zwar Kochbuch, vielleicht sogar „Das Kochbuch“, sind aber irgendwie anders. eatdrink zum Beispiel, vom Herrn Kamolz. Der erzählt nämlich wunderbare Geschichten: über einen Platz, wo gekocht wird. Über Menschen, die kochen. Über Dinge, mit denen gekocht wird. Immer heiter, immer persönlich, immer lesbar. Möglicherweise haben Sie diese Geschichten sogar ohnehin schon gelesen, weil sie nämlich im profil erschienen sind.

 Aber sicher haben Sie es unterlassen, im Kaffeehaus nach der Lektüre die Seite herauszureißen und mitzunehmen, obwohl ja schon wieder so ein feines Rezept dabei war, Buchingers Weihnachtshuchen zum Beispiel oder Hohensinns Gänsemagen als Festtagsmenü-Entrée, um beim aktuellen „Ich stell mich in die Küche und koche selbst“-Anlass zu bleiben. Deshalb gibt es ja auch dieses Kochlesebuch. Lesekochbuch. 

Nein, das Buch ist nicht neu am Markt. Aber es ist gewiss keines, das jemals alt werden könnte. Nur das Coverfoto, das verstehe ich nicht. Muss ich aber auch nicht. Ich schau eh lieber rein.
(Die Rezepte sind dankenswerterweise im Register alphabetisch geordnet aufzufinden - nicht in allen Kochbüchern eine Selbstverständlichkeit).

Klaus Kamolz, eatdrink. Das Kochbuch.
Metroverlag 2011 25,-  ISBN: 978-3-99300-036-3