Sommerfrische SalzburgerLand

01.09.2014

Der Sommer war frisch und wenig dazu angetan, sich auf klassische Sommerfrische zu begeben. Dennoch: was die beiden Salzburgerinnen Barbara Gollackner, Produktentwicklerin, und Bernadette Saliger, vielen noch besser bekannt als Bernadette Wörndl, in Wien lebende Köchin und Kochbuchautorin, da auf die Beine gestellt haben, macht das Projekt Sommerfrische SalzburgerLand zu einer Ganzjahresanleitung für die Erkundung von Menschen und ihren Werken in einer bestimmten Landschaft.

„Das Salzburger Land neu sehen“ sagen die beiden, irgendwie unisono – das muss nicht verwundern, sind sie doch langjährige Freundinnen . Alt und Neu verbinden, die versteckten Qualitäten der einzelnen Landstriche suchen, finden und das Wissend darum verfügbar machen: dieses Bestreben mündete in einer wunderschönen Webseite, die höchst appetitlich zu lustvollen Selbsterkundungen auf Streifzügen durchs Salzburger Land einlädt.

Damit der Gusto auch ordentlich anwächst, gab es quer durch den Sommer Events an besonderen Orten, mit besonderen Mitwirkenden, wie jenen in der Remise der Taurachbahn in Mauterndorf (mit 1116m höchstgelegener Schmalspurbahnhof!). Auch hier war zu sehen, mit allen Sinnen zu erspüren, dass es nicht nur um kulinarische Freuden geht, auch wenn mit dem Gastkoch – in diesem Fall Josef Steffner vom Mesnerhaus – unter der ideenreichen Mitwirkung der beiden „Dirndln“ natürlich das pointiert regionale Zutatengefüge im Zentrum steht. 

Dank Barbara jedoch tauchen auf den Tischen (Feldküche-Leihgaben wie die gesamte Eventlogistik im Hintergrund) besondere handwerkliche Dinge auf: Die schweren Keramik-Brotkörbe. Die Messer. Die Salz- und Pfefferstreuer. Die Vasen. Die Bestecktaschen. Die Jausenbrettln. Die mobile Küche ..... und die Dirndln. Große Bühne für Kleindesign, für einer größeren Öffentlichkeit verborgene Schätze: das gilt auch für die Zutaten. 

Tauernroggen aus dem Lungau zum Beispiel, in Mauterndorf, als Brot (von Liesi Löcker selbst gebacken) und als Ravioli. Der Hiasnhof Käse. Enzo, der Mauterndorfer Enziansirup aus der Trausner-Werkstätte, als Würze zum Dessert. Und natürlich frisch und wild Gepflücktes, Gebrocktes. Das Menü in Mauterndorf war grandios; wer welchen Gang zubereitet hat, war nicht auf Anhieb zu sehen. Gut so, denn letzen Endes war ohnehin alles Teamwork. 

Ein Teamwork, das auch das gesamte Projekt Sommerfrische bestimmt. Also auf ins SalzburgerLand, auf den Spuren der beiden Damen; wer weiß, ob sich da nicht auch eigenen Entdeckungen machen lassen!

Einen letzten Event gibt es noch: am 19.9. im Raurisertal! 

Mehr Fotos zur Sommerfrische in Mauterndorf auf facebook

 

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