Datenverlust

17.03.2014
tags: salon

Man kann eine gewisse Gelassenheit angesichts von Datenverlust entwickeln. Wenn etwa aus eigenem Verschulden, wegen eines verabsäumten rechtzeitigen Backups, bei plötzlichem Festplattentod auch klar wird, dass da in der ungesicherten Zwischenzeit eine Menge wunderschöner Fotos übertragen worden waren, die nun im Irgendwo entschwunden sind. Es aber immerhin den Trost gibt, dass alle (beruflich) wichtigen Dateien wohlgeborgen extern gesichert liegen.

Trifft aber die Nachricht ein, dass ein Datenbank-Server-Ausfall Teile der Daten der eigenen Website beschädigt hat, dass die Primärbackups nicht vollständig genug sind, das die Datenrekonstruktion noch keine Fortschritte macht und die Webseite nur im relativen Urzustand des Neuauftrittes verfügbar ist, damit also die Einträge von vier Monaten fehlen, wird die Flüchtigkeit des Netzes und die eigene Ohnmacht ungleich unangenehmer spürbar. Weil doch hinter dem Server Profis sitzen. Die für ausreichende Backups zu sorgen haben, weil sie dafür bezahlt werden. Stellt sich jedenfalls Frau Laiin so vor.

Natürlich sind die Textgrundlagen bei mir gespeichert. Auch die Fotos irgendwo. Aber allein die Vorstellung, alles wieder nachtragen zu müssen, verursacht Schwindel. Weil es um die Widerstandskraft derzeit ohnehin nicht so gut bestellt ist. Aber das ist eine andere Geschichte ....

Was mich freilich am meisten wurmt: dass jene, die sich über die Einträge gefreut haben, weil sie ihre Arbeit betrafen oder einfach mit Genuss gelesen wurden, diese momentan nicht mehr finden. Dass jene, die auf Beiträge warten, sich nun noch ein bisserl länger gedulden müssen, bis die endgültige Performance der Seite geklärt ist. Und dass es einfach der unpassendste Zeitpunkt überhaupt ist.