GRAND TIROLIA - Luxus am Waldrand

22.10.2011
tags: wohnen

Die Welt der luxuriösen Hotels muss nicht unbedingt eine prunkhaft vordergründige sein, es gibt auch diese zurückgenommenen Häuser, die ihre Qualität nicht durch lautes Auftreten zeigen müssen, sondern sich zum Beispiel - wie das Grand Tirolia - groß zwar, aber doch bescheiden an einen Wald anlehnen, eine fast schon schlicht zu nennende Fassade ins Tal hinunter blicken und vom Empfang weg eine natürlich-herzliche Atmosphäre walten lassen, dass man das russische Geld im Hintergrund sofort vergisst und sich gern in die großzügige Privatheit der Anlage begibt.

Die Lage des Hotels ist eines der Atouts: weit weit außerhalb Kitzbühels, zu Fuß müsste man da schon ein Stündchen veranschlagen, am Waldrand gelegen, von einem Golfplatz umrundet - nichts als Grün und Green also und Berg- und Talblick und ziemliche Ruhe. Die unaufgeregte Architektur - viel Holz, Stein und etwas Glas, weitläufig die Lobby, ohne kitschige Versatzstücke die Spa-Abteilung (auch für Tagesgäste offen!) und maßvoll tirolernd das Restaurant - wird vor allem in der intelligenten Anlage der Zimmer sichtbar: obwohl sich der Komplex in einiger Länge entlang des Waldes entlang streckt, wird durch die Unterteilung in drei „Häuser“ mit eigenen Aufzügen der Weg durch endlose Gänge erspart, man fühlt sich so wesentlich privater, unbeobachteter.

Großzügige Balkone nach allen Seiten erweitern die ohnehin nicht kleinen Zimmer in die Landschaft, den Holzfußboden mit bloßen Füßen zu erfahren ist ein sinnliches Vergnügen, es gibt eine raffinierte Lichtsteuerung für jede Stimmungslage und natürlich TV auch im Bad - na ja, wer‘s braucht ...

Der 18-Loch-Golfplatz war schon da, bevor das Hotel errichtet wurde, und wenn die PR-Abteilung von 18-15-18 als Idealmaß spricht, so meint sie erstens ebendiesen und zweitens die 1500 Quadratmeter Spa und - was mir als Nichtgolferin ja der wesentliche Grund für Tirolia-Besuche ist - drittens 18 Punkte Gault Millau samt Titel „Koch des Jahres“ für Bobby Bräuer und das Petit Tirolia. Vier Sterne im A la Carte, nur so nebenbei, auf jeden Fall eine Küche, die den Weg lohnt und angesichts der spannenden Weinkarte und formidablen Beratung durch Alf Wimmer eine Übernachtung allhier nahe legt. Das Haus ist (in seiner Kategorie) leistbar, man muss ja nicht grad zur Hauptsaison kommen oder die zweistöckige Präsidentensuite wählen. Ein kleiner Kritikpunkt aber darf schon sein: nicht in allen Zimmern gibt es eine vernünftige Schreibtischlösung ....

Soziales Engagement zeigt das Grand Tirolia mit seiner Unterstützung für die Laureus Sport for Good Siftung, die sich um soziale Sportprojekte für Kinder kümmert.

Weitere Details, spezielle Packages und Ansichten gibt es wie immer auf der Homepage.