Vitus Winkler, Der Essenmacher

tags: cookbook

Erinnern Sie sich an Ernst Winkler? Schifahrer? Nein? Macht nichts. Setzten Sie einfach ein Vitus vor den Winkler, dann haben Sie einen Namen, den Sie sich im Jetzt merken sollten. Denn dieser ist zwar auch Sohn seines Vaters, aber vor allem seiner Mutter, einer begnadeten Köchin. Und so wurde der Bub eben Koch und nicht Schirennläufer; mit der Küche als „Wohnzimmer“ waren die Weichen schon im zarten Knabenalter gestellt. Von der guten Schule der frühen Jahre - mit der Großmutter als bodenständiger, der Mutter als kreativer Köchin - zog es den jungen Vitus zu spannenden Plätzen im In- und Ausland; Hasi Unterberger war eine wichtige Station, das Burg Hotel in Lech ebenfalls, und die Mittelmeerjahre auf Korsika oder Mallorca wurden nicht minder prägend für seinen persönlichen Stil.

Den gibt es jetzt zum Nachkochen: unter der bescheidenen Bezeichnung Essenmacher zeigt Vitus Winkler die Verbindung von Alpen und Meer, von Tradition und Innovation. Das erfordert teilweise doch einiges an Kocherfahrung; die leichten, mit nur einem Kochlöffel markierten unter den 70 Rezepten sind eher selten. Dafür kann man eintauchen in teilweise ganz ungewöhnliche Kombinationen: Salzburger Nockerl mit Alpenlachs auf Sommergemüse etwa, und in ziemlich viel Süden neben oder mit von heimischen Produkten bestimmten Gerichten und sich von der adretten, vor“bild“lich abgelichteten Anrichteweise inspirieren lassen. Die einzelnen Rezepte sind von nützlichen Tips gespickt und haben, sehr löblich, auch Angaben zu Arbeits- und Wartezeit mit dabei. Natürlich fehlt es auch nicht an Weinempfehlungen; mit der umfassenden Basisrezepte- und Vorratshaltungs-Sammlung ist das Buch auch über die eigentlichen Rezepte hinaus mehr als nützlich.

"Der Essenmacher" von Vitus Winkler
216 Seiten  Verlag Anton Pustet, Fotos Wolfgang Pfau  22,5 x 22,5 cm Hardcover
ISBN 978-3-7025-0670-4     € 25,-

Wenn Sie Vitus Winkler live erleben wollen: Hotel Sonnhof